Ringvorlesung* – Christian Doppler: Leben und Werk

Zeit: Montags, 17.15-18.45 Uhr
Ort: Haus der Gesellschaftswissenschaften, Rudolfskai 42, HS 380

Übersicht aller UniTV Beiträge

6.3. Peter Eckl, Christian Pruner und Ewald Hiebl: Einführung in die Lehrveranstaltung. Forschungsstand und Aktivitäten

13.3. Robert Hoffmann: Auf den Spuren eines (fast) Unbekannten. Christian Dopplers Jugendjahre in Salzburg und Wien

Robert Hoffmann, bis 2011 Professor für neuere Geschichte und österreichische Geschichte am Fachbereich Geschichte der Universität Salzburg.

Robert Hoffmann hatte sich 2003 anlässlich des 200. Geburtstags Christian Dopplers die Aufgabe gesetzt, das geringe Fachwissen, das über den Salzburger Physiker bis dato existierte, mit neuen Quellen auszuweiten. Besonders viel Aufschluss wollte der Geschichtsprofessor über die Jugend, Kindheit und das frühe Erwachsenenalter Dopplers bringen.

Hoffmann recherchierte an neuen Quellen in Salzburger Archiven und stellte diese mit den einzelnen Phasen von Dopplers Biographie in Zusammenhang. Im Rahmen der Ringvorlesung an der Universität Salzburg stellte er seine Ergebnisse über den Zeitraum von Dopplers Geburt bis hin zu seinem Weggang von Salzburg und seiner ersten fixen Position im universitären Bereich in Prag vor.

Der komplette Vortrag ist auf der Homepage des UniTV verfügbar.

Kurzstatement:

20.3. Karl Kadletz: Christian Doppler in Wien

Karl Kadletz, selbstständiger Historiker.

1992 brachte Karl Kadletz unter Mitarbeit von Peter Schuster und Ildikó Cazan-Simányi ein zweibändiges Buch über Christian Doppler heraus.

In seiner Präsentation im Rahmen der Ringvorlesung an der Universität Salzburg präsentierte er die Wiener Jahre von Christian Doppler. In Wien studierte Doppler zwischen 1821 und 1825 Mathematik, Geometrie und Physik am Polytechnischen Institut. Wenige Jahre darauf assistierte er dort auch am Institut für Höhere Mathematik und nach weiteren Lebensstationen in Prag und Schemnitz wurde Doppler 1949 hier zum Professor für Geodäsie ernannt. Karl Kadletz legte in seinem Vortrag einen weiteren Fokus auf Dopplers wissenschaftliches Netzwerk und seine Beziehungen zu anderen Professoren, um einen Einblick in das damalige wissenschaftliche Leben zu geben.

Ein Video des gesamten Vortrags ist auf der Homepage des UniTV verfügbar.

Kurzstatement:

27.3. Jiří Franc und Ewald Hiebl: Christian Doppler in Prag, Schemnitz und Venedig

Jiři Franc arbeitet als freiberuflicher Historiker und Übersetzer.

Jiři Franc war Stipendiat des Christian-Doppler-Fonds Salzburg und hat über die Archivalien gearbeitet, die mit Christian Doppler zusammenhängen.

In seinem Vortrag ging er auf die Schwierigkeiten ein, denen Doppler während seiner Zeit in Prag und Schemnitz begegnete. In beiden Städten war Doppler beruflich tätig.

Kurzstatement:

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Ewald Hiebl ist Historiker am historischen Institut der Universität Salzburg und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Christian-Doppler-Fonds.

Ewald Hiebl wirkte bereits 2003 bei den Vorbereitungen des 200-Jahr-Jubiläums des Geburtstags Dopplers als Historiker mit.

Seine Präsentation befasste sich mit dem letzten Lebensabschnitt und Tod Dopplers: Nach einer langjährigen Lungenerkrankung reiste Doppler 1852 nach Venedig. Wenige Monate später verstarb er dort.

Kurzstatement:

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3.4. Podiumsdiskussion: Wohin mit dem Genie? Christian Doppler in Salzburgs Erinnerung

Die Diskutanten und Diskutantinnen: Heidi Reiter, Peter Mittermayr, Clemens Hutter

 Heidi Reiter ist promovierte Biologin und Zoologin. Neben ihrer beruflichen und politischen Karriere ist sie seit 1971 auch konzessionierte Fremdenführerin in Salzburg.

In Salzburg hat es Christian Doppler angesichts der Aura von Mozart und The Sound of Music nicht leicht. Es wäre jedoch ein Ausdruck des Respekts, diesen Mann mit Benennungen innerhalb der Stadt zu ehren, meint Heidi Reiter. Doppler solle ein größerer Bestandteil der Identität Salzburgs werden.

Peter Mittermayr hat in seinem Leben bereits vieles geleistet. Für Salzburg und Christian Doppler ist der studierte Rechtswissenschafter und Politologe von besonderer Bedeutung, da er sich maßgeblich für die Aufnahme der Salzburger Altstadt in die Weltkulturerbe-Liste einsetzte und 1987 den Christian Doppler Fonds mitbegründete.

Peter Mittermayr ist der Meinung, dass es ein großer Fehler war, den Salzburger Flughafen nach Mozart und nicht nach Doppler zu benennen, der doch so vieles für die Luftfahrt geleistet hatte. Sein Appell: Doppler müsse wesentlich stärker in den Medien vertreten werden, um die Aufmerksamkeit für sein Schaffen zu intensivieren.

Clemens M. Hutter studierte Philosophie, Politologie und Volkskunde in Innsbruck, Wien und den USA. Lange Zeit war er für die Salzburger Nachrichten tätig und verfasste dutzende Bücher zu politischen und landeskundlichen Themen. Zuletzt veröffentlichte er das Buch „Christian Doppler – der für die Menschheit bedeutendste Salzburger“

Milliarden Menschen wurde mit dem medizinischen Ultraschall geholfen und tagtäglich fliegen unzählige Flugzeuge dank der mit dem Doppler-Effekt arbeitenden Technologien kreuz und quer über den Globus. Clemens Hutter bezeichnet Christian Doppler angesichts dieser Fakten als den für die Menschheit bedeutendsten Salzburger. Er fordert deshalb eine adäquate Erinnerung an Doppler als Entdecker eines Jahrtausendeffekts in Salzburg.

Kurzstatement:

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8.5. Peter M. Schuster: Der Einfluss Christian Dopplers auf das Denken und die experimentelle Arbeit Ernst Machs

15.5. Alexander Strahl: Christian Doppler und die Popularisierung der Naturwissenschaft

22.5. Josef Strobl: Fernerkundung: Blick ins Detail mit dem Doppler-Effekt

Inhalt kommt nach dem Vortrag

29.5. Achim Bornhöft: Christian Doppler in der Musik

Inhalt kommt nach dem Vortrag

12.6. Walter Bauer: Doppelsterne und mehr – Doppler und die Astronomie

Inhalt kommt nach dem Vortrag

19.6. Marc McCoy: Doppler und die Medizin

Inhalt kommt nach dem Vortrag

26.6. Schriftlicher Abschlusstest

Zum Abschluss der Ringvorlesung wird an der Universität Salzburg eine
schriftliche Prüfung abgehalten

Leiter der Ringvorlesung:

  • Peter Eckl (Fachbereich Zellbiologie, Präsident des Christian Doppler-Fonds)
  • Ewald Hiebl (Fachbereich Geschichte, Vorsitzender des wiss. Beirats des Christian-Doppler-Fonds)
  • Christian Pruner (Fachbereich Chemie und Physik der Materialien, Geschäftsführer des Christian-Doppler-Fonds)

* Bei einer Ringvorlesung handelt es sich um eine Vorlesungsreihe, bei der sich mehrere verschiedene Dozenten – meist aus verschiedenen Fachbereichen oder Hochschulen – einem bestimmten Thema widmen.